Gratiskondome und Müllberge: Karneval in Rio

3 03 2014
SENDUNG: Ö1 Mittagsjournal, Samstag, 1. März 2014, 12:00 Uhr / 
Ö1 zum Nachhören

In Rio de Janeiro findet wieder die größte Party der Welt statt: der Karneval. Dieser zieht jährlich etwa eine Million Touristen aus dem In- und Ausland an. Gefeiert wird auf den Straßen. An den Stränden von Copacabana und Ipanema, sowie in zahlreichen anderen Orten in Rio ziehen Trommelgruppen, sogenannte „Blocos“ durch die Straßen. Den Höhepunkt stellt jedoch der Umzug der großen Sambaschulen im Stadion Sambodrom dar.

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Fünf Millionen Gratis-Kondome

„Die Liebe endet, wenn der Karneval“ beginnt – heißt ein brasilianisches Sprichwort. Die Karnevalsfeiern in Rio de Janeiro sind traditionell extrem ausgelassen: mit Tanz, Musik, viel nackter Haut und reichlich Alkohol. „Steck beim Karneval immer ein Kondom in die Tasche“ – heißt es in einer offiziellen Videokampagne der Stadtverwaltung von Rio. Zum Schutz vor HIV und Geschlechtskrankheiten verteilt das brasilianische Gesundheitsministerium zum heurigen Karneval in Rio kostenlos fünf Millionen Kondome. Den Rest des Beitrags lesen »





Kolumbiens Kämpferinnen. Von Entführten und Entführerinnen

12 11 2013
SENDUNG: Radiokolleg, Mittwoch, 13. November 2013
9:05 Uhr und 22:15 Uhr, Ö1 

„Wenn sie Gummistiefel tragen und Frauen in ihren Reihen marschieren, dann ist es die Guerilla“, erklärt mir ein Kleinbauer auf meine Frage, woran ich denn hier im Urwald erkennen würde, welche bewaffnete Gruppe uns über den Weg läuft. Zu etwa einem Drittel bestehen die Guerillagruppen in Kolumbien aus weiblichen Kämpferinnen. Der dritte Teil des Radiokollegs wirft einen Blick auf das Leben in den Dschungelcamps der Guerilla. Unter anderem aus Sicht einer unbewaffneten Kämpferin: dem Entführungsopfer Ingrid Betancourt, die mehrere Jahre in der Gewalt der Guerilla verbringen musste.

Foto (c) Johannes Schmidt

DL

TEXT KOMMT NOCH….

MEHR zu Kolumbien:

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Von Brautraub bis Online-Dating: Liebe in Zeiten der Cola

2 07 2013

SENDUNG: Kontext – Sachbücher & Themen, Freitag, 5. Juli 2013, 9:05 Uhr, Ö1 

Ein Journalist, Mitte 40 und Single bekommt plötzlich etwas, das böse Zungen vermutlich als „Midlife Crisis“ bezeichnen würden: Der Job ist stressig, er hat immer noch keine Familie gegründet, keine der Frauen, die er kennenlernt, ist die Richtige. Was macht er falsch? Der deutsche TV-Journalist Peter Theisen beschließt schließlich, eine Weltreise zu machen, um dem Phänomen Liebe auf die Spur zu gehen. Ein halbes Jahr lang besucht er zahlreiche Länder der Erde und erforscht dabei Flirtverhalten, Geschlechterverhältnisse und Hochzeitsrituale in verschiedenen Kulturen. Die Erlebnisse seiner Tour d’Amour hat er jetzt veröffentlicht: „Liebe in Zeiten der Cola“ ist im Verlag Ullstein Extra erschienen.

(c) ullstein extra

Tagebuch eines Liebesreisenden

„Liebe Anja“, wollte Peter Theisen schreiben. Doch die automatische Eingabehilfe seines Handys machte daraus „liebe Cola“. Und aus der Romanze mit der jungen Dame wurde nichts. Schon wieder nicht. Leidet er an einer frühkindlichen Störung? Hat ihm die Mutter Brei oder gar Brust verweigert? Ist er Sklave seines männlichen Erbmaterials? Solche Fragen stellt sich der Journalist Peter Theisen, bevor er auszieht, um zu erkunden, wie es junge Männer in der Südsee anstellen, Frauen kennenzulernen. Und was er sich vom Latin Lover in Kolumbien abschauen könnte. Den Rest des Beitrags lesen »





Globales Heimatgefühl dank Internet?

25 04 2013

SENDUNG: Digital.leben, Donnerstag, 25. April 2013, 16:55 Uhr, Ö1

„Home“ nennt Facebook seine neue Smartphone-App. Sollen wir uns also zuhause fühlen, sobald wir im Netz sind? Inwiefern das Internet ein Globales Heimatgefühl vermittelt, dieser Frage ging Ende April auch eine Diskussionsveranstaltung aus der Reihe Twenty Twenty nach. Zu Gast in Wien war unter anderem die deutsche Sozial- und Medienwissenschaftlerin Kathrin Kissau. Sie hat erforscht, wie verschiedene Migranten-Communities in Deutschland das Internet nutzen, um sich sowohl mit ihrem Ursprungsland, wie auch miteinander zu vernetzen.

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Bikulturelle Online-Räume

Vernetzt und doch zerrissen seien Migranten heute, sagt Medienwissenschaftlerin Kathrin Kissau. Das Internet erleichtert es ihnen einerseits, die Verbindung mit der alten Heimat aufrecht zu erhalten: sie skypen mit Verwandten, lesen dortige Online-Zeitungen und sind über die neuesten Fernseh-Serien am Laufenden. Auf der anderen Seite bleibe ein gewisse Zerrissenheit, da sich viele nach wie vor auf mehrere Länder aufteilen müssen, erklärt Kissau: „Man hat ein Herkunftsland der Eltern und ein neues, in dem man entweder geboren ist oder schon lange lebt. Man fühlt sich beiden zugehörig, ist irgendwo in der Mitte.“ Und diesen Zwiespalt könne auch das Internet nicht völlig auflösen. Den Rest des Beitrags lesen »





Verkehrte Arbeitswelt: Berufe, die im Dunkeln spielen

23 05 2012

SENDUNG: Moment – Leben heute, Donnerstag, 24. Mai 2012, 14:40 Uhr, Ö1

Manche Menschen arbeiten dann, wenn die anderen schlafen oder ausgehen, und sie schlafen dann, wenn die Mehrheit arbeitet, einkauft oder mit Freunden Kaffee trinkt. Barkeeper, DJs, Taxifahrer, Nachtschwestern, Bäckerinnen oder Nachrichtenredakteure: Laut Statistik Austria arbeiten knapp 770.000 Menschen in Österreich während der Nachtstunden, etwa 270.000 davon regelmäßig. Der umgedrehte Lebensrhythmus kann Auswirkungen haben auf die Gesundheit, aber auch auf das Sozial- und Liebesleben der Nachtarbeitenden. Partner kommen entweder aus artverwandten Branchen oder müssen viel Verständnis aufbringen für den, der im Dunkeln stets wach ist.

Dürdog und Kebab DeLuxe

Samstagnacht in Wien Alsergrund. Es ist lau, fast sommerlich heute. Zahlreiche Nachtschwärmer sind auf den Straßen unterwegs. Die U-Bahn fährt die ganze Nacht durch. Und auch der Würstelstand an der U4-Station Friedensbrücke hat bis 5 Uhr früh geöffnet. Am Speiseplan steht hier sowohl Traditionelles – von der Leberkässesemmel bis zur Burenwurst – wie auch unorthodoxe Dürüm- und Kebab-Kreationen: Laut den beiden Verkäufern ist dies der einzige Ort in Wien wo man Kebab mit Currysauce und Dürdog („Dürüm mit Würstchen“) bekommt. Den Rest des Beitrags lesen »





Interkulturelle Beziehungskiste (4) – Die Frau aus dem Katalog?

7 03 2012

SENDUNG: Radiokolleg „Interkulturelle Beziehungskisten. Liebe in Zeiten der Globalisierung“ (Teil 4),
Donnerstag, 8. März 2012, 9:30 Uhr, Ö1

Immer mehr Männer in Mittel- und Westeuropa tun sich schwer, eine Frau zu finden. Die Emanzipation macht ihnen schwer zu schaffen. Viel zu anspruchsvoll seien die Westlerinnen heutzutage und nicht mehr willens, ihre häuslichen Pflichten wahrzunehmen. In Osteuropa wiederum ist das angeblich ganz anders. Dort sollen Frauen noch richtige Frauen sein. Doch, auch die tun sich oft schwer, einen passenden Partner zu finden. Einen, der nicht trinkt und der genug Geld verdient, um eine Familie ernähren zu können. Zahlreiche Internetsinglebörsen und Partnervermittlungsagenturen haben sich mittlerweile darauf spezialisiert, Männer aus dem Westen mit Frauen aus dem Osten zusammen zu bringen. Doch die Erwartungen werden nicht immer erfüllt.

Text kommt demnächst…

DL





Interkulturelle Beziehungskiste (3) Beziehungskiller Fremdenrecht

6 03 2012

SENDUNG: Radiokolleg „Interkulturelle Beziehungskisten. Liebe in Zeiten der Globalisierung“ (Teil 3),
Mittwoch, 7. März, 2012, 9:30 Uhr, Ö1

Wir migrieren möchten, sollte Geld haben. Wer seine ausländische Liebe nach Österreich holen möchte, sollte Geld haben. In der globalisierten Welt sollen sich Kapital und Waren möglichst frei bewegen können. Nicht aber Menschen. Der Fremde ist eine Bedrohung – zumindest solange er kein Geld hat. Und den gilt es abzuwehren. Aus Angst vor Scheinehen zur Erschleichung eines Aufenthaltstitel zerstört der Nationalstaat immer wieder das Liebesglück mancher seiner Bürger und Bürgerinnen.

Foto (c) Thomas Scholz, pixelio

Telenovela mit Happy End

Eine Freundin hat er vorausgeschickt. Die sollte erkunden, ob Magdalena einen fixen Freund habe. „Ab dem Zeitpunkt bin ich auf ihn aufmerksam geworden. Ich habe begonnen, ihn auf eine andere Art zu sehen“, erinnert sich die Oberösterreicherin. 2001 hatte sie bei einem Praktikum in der nordostbrasilianischen Hafenstadt Recife den Theologiestudenten Luiz kennengelernt. „Dann waren wir zusammen“, erzählt Luiz, „doch im Juni ging sie zurück nach Österreich. Das war traurig. Ich begann, ihr zu schreiben. Gedichte. Und ich nahm ihr Kassetten auf, wo ich Gedichte vorlas. Aber ich wusste: Sie ist weit weg. Das hat alles keinen Sinn.“ Den Rest des Beitrags lesen »