Wahlkämpfen in der Cyberwelt. Oder: Was wir von Obama lieber nicht lernen sollten

16 09 2013
SENDUNG: Digital.leben, Montag, 16. September 2013, 
16:55 Uhr, Ö1

Es tobt der Wahlkampf: im Fernsehen, im Radio, auf Plakaten, auf der Straße. Und diesmal auch: im Internet. Österreichs Parteien haben die sozialen Medien entdeckt. Mit welchen Strategien sie sich dort bewegen, das beobachtet der Kommunikationsberater Yussi Pick. Er ist Autor des Buchs „Das Echoprinzip – Wie Onlinekommunikation Politik verändert“ und hat in den USA an politischen Kampagnen mitgearbeitet. Im Wahlkampfteam von Präsident Obama hat er einen Eindruck bekommen, wie mächtig die neuen Medien tatsächlich sein können. Mitte September war Yussi Pick zu Gast am Kongress „Daten, Netz und Politik“ in Wien, veranstaltet vom Datenschutzportal unwatched.org.

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Kritische Journalisten ausgebremst

Die einen vertreiben ein Anti-Korruptionsspiel als Handy-App, die anderen sammeln im Netz Geschichten ihrer Wahlhelfer, die dritten betreiben ihr eigenes Polit-Magazin auf Youtube. Österreichs Parteien haben Neuland betreten: Sie wahlkämpfen auch in der Cyberwelt. Nur wenige Parteien hätten jedoch von Anfang an die Online-Komponenten in ihre Gesamtstrategie eingebunden, sagt Yussi Pick: „Aber jede Partei hat mittlerweile ein bis zwei Initiativen, die sie schon ganz gut machen.“ Den Rest des Beitrags lesen »





Den offenen Staat gestalten: Transparenz in öffentlichen Haushalten

4 06 2013

SENDUNG: Digital.leben, Dienstag, 4. Juni 2013, 16:55 Uhr, Ö1

Ab heuer müssen alle österreichischen Gemeinden ihre Haushaltsdaten im Netz veröffentlichen. Auch das Finanzministerium hat neue Regeln für die Haushaltsführung beschlossen: Mehr Transparenz soll Korruption erschweren und das Vertrauen der Bürger in die Politik verbessern. Doch, wie gut funktioniert das wirklich? Darüber haben Anfang Juni Experten aus Wissenschaft und Verwaltung diskutiert. „Den offenen Staat gestalten“ lautete das Thema einer Veranstaltung in Wien, zu der das IKT-Netzwerk „Future Network“ gemeinsam mit dem Zentrum für Verwaltungsforschung (KDZ) geladen hatte.

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Die größte Verwaltungsreform der 2. Republik

Die Öffentlichkeit wird immer kritischer, die finanziellen Ressourcen nicht gerade mehr. Krisen seien ein guter Moment für Reformen, sagt Veronika Meszarits, Budgetexpertin im Finanzministerium: „Man sollte keine Krise ungenutzt vorüber gehen lassen. Reformen sind ja oft unangenehm, die Menschen haben Angst vor Neuem. In Krisenzeiten ist die Bereitschaft jedoch größer, neue Wege zu gehen.“ Herausgekommen sei – so Meszarits – die größte Verwaltungsreform der Zweiten Republik. Den Rest des Beitrags lesen »





Size doesn’t matter: Über Wunsch und Wirklichkeit von E-Partizipation

22 05 2013

SENDUNG: Digital.leben, Mittwoch, 22. Mai 2013, 16:55 Uhr, Ö1

Ist Bürgerbeteiligung ein Allheilmittel gegen die viel zitierte Politikverdrossenheit? Die Hoffnungen der Experten für E-Partizipation – also Bürgerbeteiligung via Internet – sind groß. Doch, was, wenn dann keiner mitmacht? Möglichkeiten und Grenzen der E-Partizipation sind eines der Schwerpunktthemen der diesjährigen CeDEM. Die internationale Konferenz für E-Democracy und Open Government findet heute und morgen in Krems statt. Woran man den Erfolg von E-Partizpationsprojekten messen kann, darüber hat Ulla Ebner hat mit Michael Sachs und Judith Schossböck vom Institut für E-Goverment der Donau-Universität Krems gesprochen.

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Europa wünscht sich Diskussion

Soll Großbritannien in der EU bleiben? Sollten junge Menschen mehr Mitspracherecht in Europa bekommen? Was tun gegen prekäre Beschäftigung und Jugendarbeitslosigkeit? Über all diese Themen können junge Europäer und Europäerinnen auf der EU-Partizipationsplattform OurSpace diskutieren. Derzeit läuft das Pilotprojekt der EU-Kommission in Großbritannien, Griechenland, Tschechien und Österreich. Den Rest des Beitrags lesen »





Femcamp: Ein Barcamp zu Netzkultur, Karriere und anderen Frauenthemen

18 03 2013

SENDUNG: Digital.leben, Montag, 18. März 2013, 16:55 Uhr, Ö1

Wenn technikverliebte Nerds und Geeks auf Konferenzen bzw. Barcamps  zusammentreffen, dann sind Frauen meist klar in der Minderheit. Vergangenen Samstag war es einmal umgekehrt: Eine Gruppe netzaffiner Frauen (@tschilp, @lenadoppel, @kigo, @sigi_maurer, @nichtkatharina) hatte zum ersten Wiener Femcamp geladen – einem Barcamp mit Frauenschwerpunkt. Im hypermodernen Headquarter der Firma Microsoft in Wien Meidling diskutierten an die hundert Frauen – und auch ein paar Männer – verschiedenste Themen rund um Feminismus, Netzkultur und Technik.

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Piratinnen, Nerdinnen, Geekinnen

Wie hält es die Piratenpartei jetzt eigentlich mit den Frauen? Wie kann ich mir legal im Netz Filme besorgen, die es in Österreich nicht als Download gibt? Werden die Postings von Frauen in sozialen Medien, wie Twitter, weniger wahrgenommen als die von Männern? Die Diskussionsthemen am Femcamp waren breit gestreut. Den Rest des Beitrags lesen »





Für den Weltfrieden im Kundenservice: Kundenkennwort.at

22 01 2013

SENDUNG: Digital.leben, Dienstag, 22. Jänner 2013, 16:55 Uhr, Ö1

Kennen Sie das? Sie hängen zehn Minuten lang in der Warteschleife einer Kundenhotline, um dann zu hören, dass man sich für Ihre Beschwerde nicht zuständig fühlt. Sie schreiben einer Firma, weil sie unzufrieden sind mit deren Service, doch erhalten nie Antwort. Was tun in so einem Fall? Noch mehr Beschwerdebriefe schreiben? Sich an den Konsumentenschutz wenden? Klagen? Oder einfach resignieren? Eine neue Website will der Servicewüste Österreich jetzt den Kampf ansagen: Auf kundenkennwort.at können verärgerte Kunden ihren Fall öffentlich machen und das kundenkennwort-Team versucht zu vermitteln.

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Den Ärger öffentlich machen

Das bestellte VIP Flughafen-Taxi vergisst, seine VIPs abzuholen. Für das Handy, das innerhalb des Garantiezeitraums kaputt gegangen ist, erhält man einen sündteuren Kostenvoranschlag. Ein Paket aus Deutschland hängt irgendwo fest und niemand kann Auskunft geben. Alles sehr ärgerlich. Doch am meisten verärgert: Wenn die betreffende Firma die Beschwerden ignoriert. Und hier kommt kundenkennwort.at ins Spiel. Auf der Seite kann man mit Hilfe eines Online-Formulars seine unerfreulichen Erlebnisse mit dem Kundenservice von Unternehmen schildern. Den Rest des Beitrags lesen »





Salzburg macht auf

21 01 2013

SENDUNG: Digital.leben, Mittwoch, 5. Dezember 2012, 16:55 Uhr, Ö1

Seit vergangenem Jahr stellt die Stadt Wien zahlreiche nicht-personenpersonenbezogene Verwaltungsdaten der Öffentlichkeit zur Verfügung. Vorreiter war hier allerdings Linz, das sich bereits 2009 zur „Open Commons Region“ erklärt hat. Mittlerweile hat auch die Stadt Salzburg begonnen, sich sukzessive als Open Government-Stadt zu präsentieren. Hinter dem Titel „Salzburg macht auf“ verbergen sich mehrere Projekte, die die Stadtverwaltung transparenter machen und Bürgerbeteiligung fördern wollen. Dabei geht es nicht nur um Daten. Zum Beispiel werden Gemeinderatssitzungen live im Netz übertragen.

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Überleben trotz Transparenz?

Manchmal gehen schon die Emotionen hoch, wenn Salzburger Bürger eine Gemeinderatssitzung live kommentieren. Diese werden nämlich seit knapp einem Jahr im Internet übertragen. Parallel dazu ist ein Chatroom aktiviert, wo sich jeder User als Gast anonym einloggen kann. Man kann mitchatten oder Fragen stellen, die von den anwesenden Fachbeamten oder auch von Politikern beantwortet werden. Den Rest des Beitrags lesen »





Der Computer als Wähler: Science Fiction-Visionen einer Direkten Demokratie

27 11 2012

SENDUNG: Digital.leben, Dienstag, 27. November 2012, 16:55 Uhr

Stellen wir uns vor, alle Bürger und Bürgerinnen könnten permanent über alles abstimmen. Wenn ihnen das zu anstrengend wird, übernimmt ein Computerprogramm, das bereits weiß, wie der jeweilige User abstimmen würde. Politiker und Parteien wären dann überflüssig. So ungefähr sieht die Welt von Science-Fiction-Autor Roland Pickl aus. „Direkte Demokratie“ heißt sein Roman, der Ende Juli im Verlag Satzweiss erschienen ist. Diese Zukunftsvisionen hat Roland Pickl vergangenen Freitag mit Teilnehmern des Gov 2.0 Barcamps in Wien diskutiert. Ulla Ebner hat nachgefragt, inwiefern es sich dabei um Horrorvisionen oder Wunschvorstellungen handelt.

(c) Verlag Satzweiss

Wenn der Computer weiß, was wir wollen

Wir befinden uns im Österreich der späten 2020-er Jahre. Nach wie vor verschicken Menschen SMS via Handys und vernetzen sich via Facebook. Was es nicht mehr gibt: ein Parlament und Berufspolitiker. Die Bürger und Bürgerinnen regieren sich jetzt selbst. Jeder kann im Netz einen Antrag für ein neues Gesetz stellen. Jeder kann abstimmen. Doch, auch in der Zukunft haben die Menschen anderes zu tun, als sich den ganzen Tag mit Politik zu befassen. Zum Glück weiß das automatische Abstimmungsprogramm ohnehin, was wir wollen. Den Rest des Beitrags lesen »