Gewinn für alle!

29 06 2012

SENDUNG: Kontext – Sachbücher und Themen, Freitag, 29. Juni 2012, 9:05 Uhr

„Was dem einzelnen nicht möglich ist, das vermögen viele“ – das war im 19. Jahrhundert der Leitspruch des Deutschen Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Er gründete die erste genossenschaftlich organisierte Bank. Ziel war es, die Not der ländlichen Bevölkerung durch billige Kredite zu bekämpfen. Eine Genossenschaft, das ist – laut Wikipedia – eine Gemeinschaft von Menschen, die sich gegenseitig wirtschaftlich fördern. Hatte das Ganze vor 20 Jahren noch etwas Verstaubtes an sich, so entdecken heute immer mehr Menschen die alte Genossenschafts-Idee für sich. Die Vereinten Nationen haben überhaupt das Jahr 2012 zum Jahr der Genossenschaften erklärt. „Das Modell Genossenschaft erweist sich vor allem in Krisenzeiten überlegen gegenüber anderen marktwirtschaftlichen Unternehmensformen“, sagen die Autoren und Autorinnen des Buches „Gewinn für alle! Genossenschaften als Wirtschaftsmodell der Zukunft“

Milchbauern und Ich-AGs

Es ist wie beim Fußball: Nicht die Gruppe der besten Einzelkämpfer gewinnt, sondern jene mit dem besten Teamgeist. Davon sind die Autoren des Buches „Gewinn für alle!“ überzeugt und stellen zahlreiche Fallbeispiele von erfolgreichen Genossenschaftsprojekten vor: Produktionsgenossenschaften von Milchbauern, Gemeinschaften von Unternehmensberatern und Textildesignern bis hin zur Genossenschaft zur Förderung der Berliner Musikindustrie. Gerade junge kreative Ich-AGs erkennen immer mehr die Vorteile der Zusammenarbeit: Den Rest des Beitrags lesen »

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Smart Grids: Energiewende mit Hilfe intelligenter Netze

20 06 2012

SENDUNG: Digital.leben, Donnerstag, 21. Juni 2012, 16:55 Uhr
Matrix, Sonntag, 24. Juni, 22:30 Uhr

Wie können wir längerfristig unsere Energieversorgung sichern, ohne das Klima weiter anzuheizen und ohne den Planeten zu zerstören? Das ist eine der Fragen, über die 120 Regierungschefs derzeit am UN-Nachhaltigkeitsgipfel in Rio de Janeiro diskutieren. Das Erdöl geht langsam zu Ende. Was dann? Die Lösung könnte in erneuerbaren Energien, elektro-betriebenen Fahrzeugen und intelligenten Stromnetzen – sogenannten Smart Grids – liegen, sagen Wissenschaftler. Und dabei spielen Informations- und Kommunikationstechnologien eine wichtige Rolle.

Mein Auto als Batterie

Das Internet hat in den vergangenen 20 Jahren unser Leben verändert. „Doch diese neue Art Information auszutauschen, dient nicht nur der Unterhaltung, sondern regelt künftig ganz elementare Dinge: wie wir unsere Häuser heizen, wie unsere Autos angetrieben werden“, erklärt der Elektrotechniker Marcelo Masera, „das wird unser Leben in Zukunft noch stärker verändern.“ Den Rest des Beitrags lesen »





Hilfsgelder für die Taschen der Diktatoren?

13 06 2012

SENDUNG: Journal Panorama, Dienstag, 19. Juni 2012,
18:25 Uhr, Ö1 / 7 Tage Ö1 zum Nachhören

Zwischen 20 und 40 Prozent der internationalen Hilfsgelder gehen irgendwo verloren. So lautet eine pessimistische Schätzung der Weltbank. Sie hält die weit verbreitete Korruption überhaupt für eines der größten Hindernisse für die Entwicklung ärmerer Länder. Doch lange Zeit war dieses Problemfeld ein Tabuthema für Hilfsorganisationen. Schließlich will man ja keine Spender vergraulen. Doch damit soll jetzt Schluss sein. In Österreich hat sich eine Arbeitsgruppe – bestehend aus Vertretern von Transparency International, der staatlichen Agentur der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (ADA) sowie entwicklungspolitischen NGOs – monatelang mit dem Problem Korruption auseinander gesetzt. Sie hat jetzt einen Ratgeber für Hilfsorganisationen präsentiert: „Korruptionsvermeidung in der Entwicklungszusammenarbeit“.

Auf der Suche nach verlorenen Milliarden

„Die Menschen in Südsudan leiden, dennoch kümmern sich einige Staatsbedienstete nur um sich selbst“ – das schrieb kein Geringerer als Salva Kiir, der Präsident des Südsudan vor kurzem an 75 aktive und ehemalige Staatsbedienstete. Und er forderte sie auf, unterschlagene Staatsgelder in der Höhe von umgerechnet vier Milliarden US-Dollar wieder zurückzugeben. Schließlich hat die internationale Gebergemeinschaft dem Präsidenten signalisiert: großzügige Hilfsgelder werde es nur geben, wenn er die Korruption im Land unter Kontrolle bringt. Den Rest des Beitrags lesen »