Menschenhandel: Die moderne Sklaverei

25 10 2013
SENDUNG: Journal Panorama, Donnerstag, 23. Oktober 2013, 
18:25 Uhr, Ö1

Man verspricht Frauen eine Karriere als Tänzerin in einem reichen Land. Doch dann landen sie als Zwangsprostituierte in einem Geheimbordell. Manche junge Frauen werden hier gegen ihren Willen verheiratet. Andere müssen in privaten Haushalten schuften. Männer werden gezwungen, als illegale Erntehelfer oder am Bau zu arbeiten. Ihre Arbeitskraft wird ausgebeutet, sie haben keine Papiere, dürften gar nicht hier sein, können aber auch nicht weg. Menschenhandel wird häufig als die „Sklaverei des 21. Jahrhunderts“ bezeichnet. Das Geschäft gehört zu den lukrativsten, neben Drogen- und Waffenhandel. Die europäische Polizeibehörde Europol vermutet, dass Menschenhandel derzeit das am schnellsten wachsende kriminelle Gewerbe sei. Verlässliche Zahlen darüber, wie viele Menschen derzeit in Europa davon betroffen sind, gibt es nicht. In Österreich hat bereits im Jahr 2004 eine Task Force gegen Menschenhandel eingerichtet. Diese hat am Montag, 21. Oktober 2013 – gemeinsam mit dem Wiener Institut für internationalen Dialog und Zusammenarbeit (vidc) – zu einer Konferenz geladen mit dem Titel „Gemeinsam gegen Menschenhandel“.

Irgendwann kommt auch noch ein Text dazu…

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Krautreporter.de – Crowdfunding für Qualitätsjournalismus

16 10 2013
SENDUNG: Digital.leben, Mittwoch, 9. Oktober 2013, 
16:55 Uhr, Ö1 

Der Qualitätsjournalismus steckt in der Krise. Redaktionen werden in vielen Medienunternehmen zu Tode gespart und haben nicht mehr genügend Personal, um aufwändige Recherchen zu finanzieren. Darüber nur zu jammern, das sei zu wenig, sagte sich der deutsche Medienjournalist Sebastian Esser. Daher hat er Anfang des Jahres eine Crowdfunding-Plattform für Qualitätsjournalismus ins Leben gerufen. Leser, Hörer und Seher spenden für Rechercheprojekte, die ihnen wichtig erscheinen: Krautreporter.de nennt sich die Seite.

bild (c) Christa-Nöhren_pixelio.de

Leser anbetteln?

„Kopf oder Zahl“ – eine Webdoku über junge Europäer in der Wirtschaftskrise, „Jung und naiv“ – ein Polit-Talk-Format für politisch Desinteressierte, „Follow the money“ – über den illegalen Handel mit Elektroschrott. All diese Medienprojekte haben via Krautreporter die benötigte Finanzierung zusammenbekommen – zwischen 4.000 und 7.000 Euro. Theoretische dürfte jeder bei Krautreporter um Finanzierung bitten. „In Wirklichkeit ist es so, dass es sich in erster Linie an freie Journalisten richtet“, erklärt Gründer Sebastian Esser. Denn die etablierten Medien hätten noch Berührungsängste. Nicht, dass diese nicht auch mehr Geld nötig hätten. Schließlich werden viele Rechercheprojekte heute nicht mehr durchgeführt, weil eben kein Geld vorhanden ist: „Aber die tun sich noch schwerer, sich vom traditionellen Denken zu lösen. Sie sagen: wir wollen nicht unsere Leser anbetteln.“ Den Rest des Beitrags lesen »