Donauwalzer am Irawadi: Ein österreichischer Antifaschist in Burma

12 01 2012

SENDUNG: Kontext – Sachbücher und Themen, Freitag, 13. Jänner 2012, 9:05 Uhr

Viele Österreicher und Österreicherinnen flüchteten während der Nazi-Zeit nach Großbritannien: darunter Menschen mit jüdischer Abstammung, Sozialdemokraten und Kommunisten. Einigevon  ihnen schlossen sich sogar der britischen Armee an, getragen von dem Wunsch gegen den Nationalsozialismus zu kämpfen. Einer davon war der gebürtige Wiener Rudolf Kauders. Doch zu seinem Entsetzen landete seine Armee-Einheit im Sommer 1944 nicht in Europa, sondern im Dschungel Burmas. Dort kämpften die Briten gerade gegen die mit Nazi-Deutschland verbündeten Japaner. Kauders Lebenserinnerungen wurden jetzt im Mandelbaum Verlag veröffentlicht: „Donauwalzer am Irawadi“, herausgegeben und kommentiert von seiner Tochter Lilian Kauders und Tanja Gausterer.

Schicksalhaftes Pfeifkonzert

Der Donauwalzer hat Rudolf Kauders einmal das Leben gerettet, dort am Ufer des Irawadi-Flusses in Burma. Er hatte seine Armee-Einheit verloren und so etwas konnte tödlich enden, schließlich lauterten überall im Urwald feindliche japanische Einheiten. Kauders sprach bereits ein paar Brocken Burmesisch und fragte einen Einheimischen, wo denn die britischen Truppen lagerten. Der Burmese wies ihm eine Richtung. Den Rest des Beitrags lesen »