Chronik einer angekündigten Hungersnot

20 04 2012

SENDUNG: Journal Panorama, Dienstag, 24. April 2012,
18:25 Uhr, Ö1

Seit Monaten warnen Hilfsorganisationen vor einer drohenden Hungerkatastrophe in der westafrikanischen Sahelzone. In Mali, Niger, Burkina Faso und im Tschad hat die anhaltende Dürre einen großen Teil der Ernte vernichtet. Die Preise für Lebensmittel haben sich in vielen Regionen verdoppelt. Dazu kommen politische Unruhen und Flüchtlingsströme. Doch noch könnte man eine Katastrophe verhindern, sagen Hilfsorganisationen. Vorausgesetzt die Weltöffentlichkeit unternimmt diesmal rechtzeitig etwas. Eine Reportage aus dem Tschad.

Dörfer ohne Männer

Besucht man derzeit im Tschad Dörfer, die in der Sahelzone gelegen sind, so trifft man in erster Linie auf Frauen und Kinder. Nur wenige, meist ältere Männer sind noch hier. „Die meisten unserer Männer sind in die Hauptstadt N’Djamena gegangen, um Arbeit zu suchen“, erzählen die Frauen im Dorf Douguia. Die Männer arbeiten dort als Tagelöhner, damit sie Geld nach Hause schicken können. Den Rest des Beitrags lesen »

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Rote Karte für Asylwerber: Lokalaugenschein in Traiskirchen

14 07 2011

SENDUNG: Ö1 Morgenjournal, 14. Juli 2011

Seit 1. Juli gilt in Österreich das neue Fremdenrecht. Das beinhaltet auch jene umstrittene Regelung, dass Asylwerber während der ersten fünf Tage nach Ankunft die Erstaufnahmestelle nicht verlassen dürfen. Das Innenministerium will dadurch die Aufnahmeverfahren beschleunigen. NGOs sprechen von Freiheitsentzug.

„Wir sind kein Gefängnis“
Gleich nach ihrer Ankunft in Traiskirchen bekommen Asylwerber jetzt die rote Karte. Wem diese Identitätskarte ausgehändigt worden ist, der muss mitwirken. Was so viel heißt wie: Er sollte das Areal der Betreuungsstelle nicht verlassen. Gewaltsam festhalten würde man die Asylwerber aber nicht, betont Franz Schabhüttl, Leiter der Betreuungsstelle Traiskirchen: „Wir sind kein Gefängnis. Es wird hier niemand festgehalten und niemand am Hinausgehen gehindert.“ Den Rest des Beitrags lesen »