Hip Hop (1): Wie alles begann

6 06 2011

SENDUNG: Radiokolleg „Hip Hop und Empowerment. Sprechgesang, Spraydosen und Sozialrebellen“ (Teil 1), Montag, 6. Juni 2011, 9:45 Uhr, Ö1

Hip Hop – das ist Sprechgesang, in dem viele schmutzige Wörter vorkommen, die wir auf Ö1 niemals in den Mund nehmen würden, das sind Macho-Männer mit Sonnenbrillen, Goldketten und Pelzkrägen, die seltsam und übertrieben gestikulieren. Sie fahren in schnittigen Sportwagen und sind stets umringt von leicht bekleideten Damen. Zumindest ist das der Eindruck, wenn man sich die einschlägigen Videos im Fernsehen anschaut. Doch im Hip Hop kann es auch um etwas anderes gehen als Autos und Frauen. In diesem Radiokolleg machen wir uns auf die Suche nach sozialkritischen und politischen Hip HopperInnen in verschiedenen Ländern und schauen uns Hip Hop als Methode in der Sozialarbeit an. Der erste Teil beschäftigt sie sich mit der Entstehung der Jugendkultur Hip Hop.

Block Parties in der Bronx

Entstanden ist der Hip Hop Mitte der 1970er Jahre in der New Yorker Bronx. Zu dieser Zeit war das Viertel bereits extrem heruntergekommen. Es gab viele leerstehende Häuser, die Arbeitslosigkeit war enorm und gewalttätige Jugendgangs breiteten sich aus. Schuld daran war eine schlechte Verkehrspolitik: Eine Autobahn – der Cross-Bronx-Highway – hatte das Viertel von der restlichen Stadt abgeschnitten. Die Angehörigen der Mittelschicht verließen die Bronx, ebenso viele Wirtschaftstreibende. Zurück blieben die, die es sich nicht leisten konnten, weg zu gehen. Den Rest des Beitrags lesen »