„Unterdrückt, bettelarm und kinderreich“. Roma-Frauen in Osteuropa

24 05 2009

SENDUNG: Globale Dialoge, Mai 2009, ORANGE 94.0

„Roma in Ost- und Südosteuropa leben von Diebstählen oder von der Sozialhilfe. Sie sind faul, ungebildet und vermehren sich wie Kanickel. Schuld an all dem sind ihre – im übrigen patriarchalen – Traditionen“. Soweit die gängigen Vorurteile, wie man sie in Osteuropa häufig zu hören bekommt.

Die Angst, dass sich die „Zigeunerbevölkerung“ zu stark vermehren könnte, ist groß und sie ist alt. Um das zu verhindern, haben Ärzte in der Vergangenheit schon manchmal nachgeholfen. Ulla Ebner sprach mit Roma-Vertreterinnen und Menschenrechtsaktivistinnen in Ungarn über Zwangssterilisierungen, Männerbünde und was Jungfräulichkeit mit guter Ausbildung zu tun hat.

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Zwischen Fremdenhass und Förderung

24 02 2009

SENDUNG: Journal Panorama, 2009

In den neuen EU-Staaten leben überdurchschnittlich viele Roma, die meisten davon unter miserablen Bedingungen. Ein „Journal Panorama“ über die Situation der Roma-Minderheit in Ungarn erhält jetzt den „European Young Journalist Award“ der EU-Kommission.

Ungarns ungeliebte Roma-Minderheit

Das Dorf Hidas im Südwesten Ungarns, wenige Kilometer von der Stadt Pecs entfernt, hat 2.600 Einwohner. Ungefähr 150 davon sind Roma. Ein Wellblechzaun trennt die oberste Straße vom restlichen Dorf. Hier oben ist das Roma-Ghetto von Hidas, in dem 19 Familien leben. Einige der Häuser stehen seit Jahrzehnten als unverputzte rohe Ziegelbauten herum; in manchen Türstöcken flattern weiße Vorhänge anstelle von Haustüren. Den Rest des Beitrags lesen »





Mundbässe, Milchkannen und Metalllöffel

19 01 2009

Die Roma-Folkloregruppe Romano Drom kommt aus der ungarischen Hauptstadt Budapest. Das Roma-Quintett wurde 1999 von Anti Kovács gegründet und der Name bedeutet soviel wie „Straße der Zigeuner“. Die Mitglieder gehören der Roma-Gruppe der Oláh an. Im Dezember 2008 waren sie in Wien zu Gast. Ulla Ebner hat sich mit dem Bandleader Antal Kovács  und der Managerin Marina Pommier über Mundbässe, Securities und maskulinen Chauvinismus unterhalten.

AUDIO: Beitrag Romano Drom




Die Musik der Kesselflicker
Mundbässe, Milchkannen und Metalllöffel sind typische Instrumente in der Musik der Oláh-Gypsies. Ursprünglich ist diese Musik überhaupt fast ohne richtige Instrumente ausgekommen, erklärt Antal Kovac, Sänger und Bandleader von RomanoDrom. Denn die Olahs waren im Gegensatz zu anderen Roma-Gruppen gar keine Musiker, sondern Pferdehändler, Hufschmiede und Kesselflicker. Musik gemacht haben sie, um sich selbst zu unterhalten, aber nicht kommerziell für andere.

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