SENDUNG: Kontext – Sachbücher und Themen,
Mittwoch, 6. April 2011, 16:00 Uhr
und Freitag, 8. April 2011, 9:05 Uhr, Ö1
Laut Vereinten Nationen wird die Weltbevölkerung bis 2050 auf neun Milliarden Menschen anwachsen. Und schon heute hungert etwa eine Milliarde. Viele der Hungernden sind selbst Kleinbauern in sogenannten Entwicklungsländern. Sie werfen der EU vor, durch subventionierte Billigprodukte die Märkte der armen Länder zu überschwemmen. Gleichzeitig bedrohen Umweltzerstörung und Klimawandel den Planeten und das Erdöl geht zu Ende. Soll man Anbauflächen also besser für Lebensmittel oder Agrotreibstoffe verwenden? Über all diese Fragen muss sich die Europäische Union Gedanken machen. Schließlich soll bis Ende 2013 eine neue gemeinsame europäische Agrarpolitik beschlossen werden. Diese möge bitte völlig anders aussehen, als die bisherige, fordern die globalisierungskritische Organisation ATTAC und Via Campesina, ein weltweites Netzwerk von KleinbäuerInnen. Sie haben ihre alternativen Visionen einer nachhaltigen Landwirtschaftspolitik in Buchform herausgebracht: „Ernährungssouveränität. Für eine andere Agrar- und Lebensmittelpolitik in Europa“ lautet der Titel.

Für eine andere Agrar- und Lebensmittelpolitik in Europa
Die gute Nachricht zuerst: Ja, es wäre theoretisch möglich, die Weltbevölkerung auch in 40 Jahren noch zu ernähren. Und das ohne die Umwelt zu zerstören und ohne das Klima weiter anzuheizen – sagen die Autoren und Autorinnen des Buches „Ernährungssouveränität“. Laut der UN-Welternährungsorganisation FAO könnten wir bereits heute mit dem, was wir an Lebensmitteln produzieren, neun Millionen Menschen ernähren, sagt Buch-Herausgeberin Alexandra Strickner. Den Rest des Beitrags lesen »