Clowns (3) Innere Clowns und Clowninnen

13 07 2011

SENDUNG: Radiokolleg “Clowngeschichten. Vom Hofnarren zur rebellischen Clown Army” (3), Mittwoch, 13. Juli 2011, 9:30 Uhr und 22:40 Uhr (WH), Ö1

Wer Clown werden will, der muss sich zunächst einmal auf die Suche nach seinem inneren Clown machen. Denn laut Clown-Theorie trägt den jeder Mensch in sich – manchmal eben ein wenig tiefer versteckt. Der innere Clown ist jener Teil der Persönlichkeit, der mit kindlich naiver Freude Dinge erkundet und Dinge tut, ohne die geringste Sorge, sich damit lächerlich zu machen. Im Zuge des Erwachsenwerdens geht diese Unbeschwertheit meist verloren. Clown-Trainerin Eva Müllner und Clown Galli haben ihre eigenen Methoden, aus Menschen ihre jeweilige Clown-Persönlichkeit herauszukitzeln.

Clown-Workshop für politische AktivistInnen

Anfang Juni hatten das globalisierungskritische Netzwerk ATTAC, die Umweltschutzorganisation Greenpeace und die entwicklungspolitische NGO Südwind in das niederösterreichische Eggenburg geladen: Zur Aktionsakademie für politische Aktivisten und solche, die es noch werden wollen. Am Programm standen drei Tage lang Workshops zu Themen wie: Fundraising, gewaltfreier ziviler Ungehorsam, Argumentationstraining gegen Stammtischparolen. Und auch: ein Clownworkshop. Den Rest des Beitrags lesen »





Hip Hop (3) Palästina: Worte schleudern statt Steine

8 06 2011

SENDUNG: Radiokolleg “Hip Hop und Empowerment. Sprechgesang, Spraydosen und Sozialrebellen” (Teil 3), Mittwoch, 8. Juni 2011, 9:45 Uhr, Ö1

„Hip Hop ist der Stein in meiner Hand“ – Sprechgesang als Steinschleuder, das ist eine Metapher, die man immer wieder im Zusammenhang mit palästinensischem Hip Hop zu hören bekommt. Relativ spät, nämlich so gegen Ende der 1990er hat sich die Hip Hop-Kultur auch unter palästinensischen Jugendlichen verbreitet. Und der palästinensische Rap ist bis heute sehr politisch. Hauptthema: die israelische Besatzung.

Hip Hop als Steinschleuder

Ein brütendheißer Sommertag in Ostjerusalem – jenem Teil der Stadt, der mehrheitlich von Arabern bewohnt wird und um den bei Nahost-Verhandlungen heftigst gestritten wird. Die Palästinenser würden diesen Teil gerne zur Hauptstadt eines künftigen Palästinenserstaates machen, Israel will die Stadt nicht teilen. Nach einer kleinen Odyssee in einem klapprigen Autobus und leichten Verständigungsproblemen mit dem arabischen Fahrer, finden wir endlich das Lokal, wo wir verabredet sind. Die drei Rapper von DAM sitzen im Gastgarten des Lokals und rauchen eine traditionelle Wasserpfeife (Shisha). Den Rest des Beitrags lesen »





Yes Theatre – Geschichten aus einem palästinensischen Flüchtlingslager

24 10 2010

SENDUNG: Leporello, Montag, 25. Oktober 2010, 7:52 Uhr, Ö1

Das Yes Theatre ermöglicht es Kindern und Jugendlichen, durch das Theaterspielen traumatische Erfahrungen zu verarbeiten, sich zu reflektieren und Möglichkeiten zur gewaltfreien Konfliktbearbeitung zu erlernen. Auf diese Weise versucht das Yes Theatre dazu beizutragen, dass aus Jugendlichen Hoffnungsträger für die palästinensische Gesellschaft werden, die die Spirale der Gewalt durchbrechen können. Im Oktober war das Yes Theatre zu Gast beim Festival Salam.Orient in Wien.


Müll, Siedler, Militärkontrollen
“Austria is nice, no garbage, no settlers, no checkpoints” – Österreich ist schön. Da hat man soviel Platz zum Herumlaufen. Da gibt es keine aggressiven Siedler, keine israelischen Soldaten, kein Schlangestehen an Militär-Checkpoints. Muhamed, Muath, Wa’ad – 13 und Muhamed, 16 Jahre alt, spielen auf der Bühne „Jugendliche aus einem palästinensischen Flüchtlingslager“. Die vier Jugendlichen spielen sich selbst. Den Rest des Beitrags lesen »





“Not in my name”: Israelische FriedensaktivistInnen

24 02 2009

SENDUNG: Globale Dialoge, Februar 2009, ORANGE 94.0

Schlafstörungen und Schlangestehen. Daran sind die PalästinenserInnen im von Israel besetzten Westjordanland gewöhnt. Auf alltäglichen Wegen zur Universität, zur Arbeit oder aufs Feld müssen sie zahlreiche Checkpoints passieren. Man weiß nie, wie lange man für 20 Kilometer braucht und welche Schikanen einen dort erwarten. So wie man als PalästinenserIn nie wissen kann, wann israelische Soldaten mitten in der Nacht ins Haus stürmen, die Familie aus den Betten reißen und die Wohnung durchwühlen.

„Es geht darum, die palästinensische Bevölkerungen spüren zu lassen, dass sie immer unter Beobachtung steht“ erklärt der ehemalige Soldat Yehuda Shaul, „der israelischen Bevölkerung wiederum will die israelische Regierung allerdings weismachen, dass es sich um eine Besatzung mit Samthandschuhen handelt.“

Bei den jüngsten Wahlen hat die Mehrheit der Israelis und Israelinnen ihre Stimme rechtsgerichteten Hardlinern gegeben – womit eine Lösung des Nahost-Konflikts in weite Ferne gerückt ist. Aber es gibt auch Widerspruch aus den „eigenen Reihen“: Von Menschen wie Yehuda Shaul, dem Gründer der NGO „Breaking the Silence“ oder den Frauen der Organisation „Machsom Watch“, die Tag für Tag zu den Checkpoints ins Westjordanland fahren, um zu dokumentieren, was dort an Schikanen und Menschenrechtsverletzungen passiert. Ulla Ebner hat sie dabei begleitet.

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