Femcamp: Ein Barcamp zu Netzkultur, Karriere und anderen Frauenthemen

18 03 2013

SENDUNG: Digital.leben, Montag, 18. März 2013, 16:55 Uhr, Ö1

Wenn technikverliebte Nerds und Geeks auf Konferenzen bzw. Barcamps  zusammentreffen, dann sind Frauen meist klar in der Minderheit. Vergangenen Samstag war es einmal umgekehrt: Eine Gruppe netzaffiner Frauen (@tschilp, @lenadoppel, @kigo, @sigi_maurer, @nichtkatharina) hatte zum ersten Wiener Femcamp geladen – einem Barcamp mit Frauenschwerpunkt. Im hypermodernen Headquarter der Firma Microsoft in Wien Meidling diskutierten an die hundert Frauen – und auch ein paar Männer – verschiedenste Themen rund um Feminismus, Netzkultur und Technik.

femcamp_logo

Piratinnen, Nerdinnen, Geekinnen

Wie hält es die Piratenpartei jetzt eigentlich mit den Frauen? Wie kann ich mir legal im Netz Filme besorgen, die es in Österreich nicht als Download gibt? Werden die Postings von Frauen in sozialen Medien, wie Twitter, weniger wahrgenommen als die von Männern? Die Diskussionsthemen am Femcamp waren breit gestreut. Den Rest des Beitrags lesen »





Für den Weltfrieden im Kundenservice: Kundenkennwort.at

22 01 2013

SENDUNG: Digital.leben, Dienstag, 22. Jänner 2013, 16:55 Uhr, Ö1

Kennen Sie das? Sie hängen zehn Minuten lang in der Warteschleife einer Kundenhotline, um dann zu hören, dass man sich für Ihre Beschwerde nicht zuständig fühlt. Sie schreiben einer Firma, weil sie unzufrieden sind mit deren Service, doch erhalten nie Antwort. Was tun in so einem Fall? Noch mehr Beschwerdebriefe schreiben? Sich an den Konsumentenschutz wenden? Klagen? Oder einfach resignieren? Eine neue Website will der Servicewüste Österreich jetzt den Kampf ansagen: Auf kundenkennwort.at können verärgerte Kunden ihren Fall öffentlich machen und das kundenkennwort-Team versucht zu vermitteln.

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Den Ärger öffentlich machen

Das bestellte VIP Flughafen-Taxi vergisst, seine VIPs abzuholen. Für das Handy, das innerhalb des Garantiezeitraums kaputt gegangen ist, erhält man einen sündteuren Kostenvoranschlag. Ein Paket aus Deutschland hängt irgendwo fest und niemand kann Auskunft geben. Alles sehr ärgerlich. Doch am meisten verärgert: Wenn die betreffende Firma die Beschwerden ignoriert. Und hier kommt kundenkennwort.at ins Spiel. Auf der Seite kann man mit Hilfe eines Online-Formulars seine unerfreulichen Erlebnisse mit dem Kundenservice von Unternehmen schildern. Den Rest des Beitrags lesen »





Salzburg macht auf

21 01 2013

SENDUNG: Digital.leben, Mittwoch, 5. Dezember 2012, 16:55 Uhr, Ö1

Seit vergangenem Jahr stellt die Stadt Wien zahlreiche nicht-personenpersonenbezogene Verwaltungsdaten der Öffentlichkeit zur Verfügung. Vorreiter war hier allerdings Linz, das sich bereits 2009 zur “Open Commons Region” erklärt hat. Mittlerweile hat auch die Stadt Salzburg begonnen, sich sukzessive als Open Government-Stadt zu präsentieren. Hinter dem Titel “Salzburg macht auf” verbergen sich mehrere Projekte, die die Stadtverwaltung transparenter machen und Bürgerbeteiligung fördern wollen. Dabei geht es nicht nur um Daten. Zum Beispiel werden Gemeinderatssitzungen live im Netz übertragen.

www.Clearlens-images.de  / pixelio.de

Überleben trotz Transparenz?

Manchmal gehen schon die Emotionen hoch, wenn Salzburger Bürger eine Gemeinderatssitzung live kommentieren. Diese werden nämlich seit knapp einem Jahr im Internet übertragen. Parallel dazu ist ein Chatroom aktiviert, wo sich jeder User als Gast anonym einloggen kann. Man kann mitchatten oder Fragen stellen, die von den anwesenden Fachbeamten oder auch von Politikern beantwortet werden. Den Rest des Beitrags lesen »





Der Computer als Wähler: Science Fiction-Visionen einer Direkten Demokratie

27 11 2012

SENDUNG: Digital.leben, Dienstag, 27. November 2012, 16:55 Uhr

Stellen wir uns vor, alle Bürger und Bürgerinnen könnten permanent über alles abstimmen. Wenn ihnen das zu anstrengend wird, übernimmt ein Computerprogramm, das bereits weiß, wie der jeweilige User abstimmen würde. Politiker und Parteien wären dann überflüssig. So ungefähr sieht die Welt von Science-Fiction-Autor Roland Pickl aus. “Direkte Demokratie” heißt sein Roman, der Ende Juli im Verlag Satzweiss erschienen ist. Diese Zukunftsvisionen hat Roland Pickl vergangenen Freitag mit Teilnehmern des Gov 2.0 Barcamps in Wien diskutiert. Ulla Ebner hat nachgefragt, inwiefern es sich dabei um Horrorvisionen oder Wunschvorstellungen handelt.

(c) Verlag Satzweiss

Wenn der Computer weiß, was wir wollen

Wir befinden uns im Österreich der späten 2020-er Jahre. Nach wie vor verschicken Menschen SMS via Handys und vernetzen sich via Facebook. Was es nicht mehr gibt: ein Parlament und Berufspolitiker. Die Bürger und Bürgerinnen regieren sich jetzt selbst. Jeder kann im Netz einen Antrag für ein neues Gesetz stellen. Jeder kann abstimmen. Doch, auch in der Zukunft haben die Menschen anderes zu tun, als sich den ganzen Tag mit Politik zu befassen. Zum Glück weiß das automatische Abstimmungsprogramm ohnehin, was wir wollen. Den Rest des Beitrags lesen »





Wiener Charta: Bürger diskutieren Regeln des Zusammenlebens

6 10 2012

SENDUNGEN: Matrix, Sonntag, 7. Oktober 2012, 22:30 Uhr, Ö1
und
Digital.leben, Donnerstag, 4. Oktober 2012, 16:55 Uhr, Ö1

Wie können Menschen unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlichen Alters und Geschlechts in einer Großstadt wie Wien möglichst reibungsfrei zusammenleben? Dafür braucht es – neben Gesetzen – gesellschaftliche Regeln und mehr gegenseitigen Respekt. Doch genau das könne man nicht von oben verordnen, sagt die Wiener Stadtregierung. Sie hat daher die Wiener Bürger und Bürgerinnen aufgerufen, sich an der Erstellung einer Wiener Charta des Zusammenlebens zu beteiligen. Dafür wurden im Internet Themen gesammelt und in der Offline-Welt sogenannte Charta-Gespräche veranstaltet. Anfang Oktober wurde die Diskussion für zwei Wochen auch ins Internet verlagert.

Ich und die anderen

Wien, Brigittenau. Die Bezirksaußenstelle der MA 17, also der Wiener Magistratsabteilung für Integration und Diversität hat Bewohner und Bewohnerinnen des 20. Bezirks zum Charta-Gespräch geladen. 12 sind an diesem Abend gekommen. Für Moderator Dino Mehmeti die ideale Größe, denn mit mehr als 20 Leuten könne man ohnehin nicht mehr sinnvoll diskutieren, da werde dann die Gruppe geteilt. Den Rest des Beitrags lesen »





Smart Grids: Energiewende mit Hilfe intelligenter Netze

20 06 2012

SENDUNG: Digital.leben, Donnerstag, 21. Juni 2012, 16:55 Uhr
Matrix, Sonntag, 24. Juni, 22:30 Uhr

Wie können wir längerfristig unsere Energieversorgung sichern, ohne das Klima weiter anzuheizen und ohne den Planeten zu zerstören? Das ist eine der Fragen, über die 120 Regierungschefs derzeit am UN-Nachhaltigkeitsgipfel in Rio de Janeiro diskutieren. Das Erdöl geht langsam zu Ende. Was dann? Die Lösung könnte in erneuerbaren Energien, elektro-betriebenen Fahrzeugen und intelligenten Stromnetzen – sogenannten Smart Grids – liegen, sagen Wissenschaftler. Und dabei spielen Informations- und Kommunikationstechnologien eine wichtige Rolle.

Mein Auto als Batterie

Das Internet hat in den vergangenen 20 Jahren unser Leben verändert. „Doch diese neue Art Information auszutauschen, dient nicht nur der Unterhaltung, sondern regelt künftig ganz elementare Dinge: wie wir unsere Häuser heizen, wie unsere Autos angetrieben werden“, erklärt der Elektrotechniker Marcelo Masera, „das wird unser Leben in Zukunft noch stärker verändern.“ Den Rest des Beitrags lesen »





Hilfsgelder für die Taschen der Diktatoren?

13 06 2012

SENDUNG: Journal Panorama, Dienstag, 19. Juni 2012,
18:25 Uhr, Ö1 / 7 Tage Ö1 zum Nachhören

Zwischen 20 und 40 Prozent der internationalen Hilfsgelder gehen irgendwo verloren. So lautet eine pessimistische Schätzung der Weltbank. Sie hält die weit verbreitete Korruption überhaupt für eines der größten Hindernisse für die Entwicklung ärmerer Länder. Doch lange Zeit war dieses Problemfeld ein Tabuthema für Hilfsorganisationen. Schließlich will man ja keine Spender vergraulen. Doch damit soll jetzt Schluss sein. In Österreich hat sich eine Arbeitsgruppe – bestehend aus Vertretern von Transparency International, der staatlichen Agentur der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (ADA) sowie entwicklungspolitischen NGOs – monatelang mit dem Problem Korruption auseinander gesetzt. Sie hat jetzt einen Ratgeber für Hilfsorganisationen präsentiert: „Korruptionsvermeidung in der Entwicklungszusammenarbeit“.

Auf der Suche nach verlorenen Milliarden

„Die Menschen in Südsudan leiden, dennoch kümmern sich einige Staatsbedienstete nur um sich selbst“ – das schrieb kein Geringerer als Salva Kiir, der Präsident des Südsudan vor kurzem an 75 aktive und ehemalige Staatsbedienstete. Und er forderte sie auf, unterschlagene Staatsgelder in der Höhe von umgerechnet vier Milliarden US-Dollar wieder zurückzugeben. Schließlich hat die internationale Gebergemeinschaft dem Präsidenten signalisiert: großzügige Hilfsgelder werde es nur geben, wenn er die Korruption im Land unter Kontrolle bringt. Den Rest des Beitrags lesen »





Verkehrte Arbeitswelt: Berufe, die im Dunkeln spielen

23 05 2012

SENDUNG: Moment – Leben heute, Donnerstag, 24. Mai 2012, 14:40 Uhr, Ö1

Manche Menschen arbeiten dann, wenn die anderen schlafen oder ausgehen, und sie schlafen dann, wenn die Mehrheit arbeitet, einkauft oder mit Freunden Kaffee trinkt. Barkeeper, DJs, Taxifahrer, Nachtschwestern, Bäckerinnen oder Nachrichtenredakteure: Laut Statistik Austria arbeiten knapp 770.000 Menschen in Österreich während der Nachtstunden, etwa 270.000 davon regelmäßig. Der umgedrehte Lebensrhythmus kann Auswirkungen haben auf die Gesundheit, aber auch auf das Sozial- und Liebesleben der Nachtarbeitenden. Partner kommen entweder aus artverwandten Branchen oder müssen viel Verständnis aufbringen für den, der im Dunkeln stets wach ist.

Dürdog und Kebab DeLuxe

Samstagnacht in Wien Alsergrund. Es ist lau, fast sommerlich heute. Zahlreiche Nachtschwärmer sind auf den Straßen unterwegs. Die U-Bahn fährt die ganze Nacht durch. Und auch der Würstelstand an der U4-Station Friedensbrücke hat bis 5 Uhr früh geöffnet. Am Speiseplan steht hier sowohl Traditionelles – von der Leberkässesemmel bis zur Burenwurst – wie auch unorthodoxe Dürüm- und Kebab-Kreationen: Laut den beiden Verkäufern ist dies der einzige Ort in Wien wo man Kebab mit Currysauce und Dürdog („Dürüm mit Würstchen“) bekommt. Den Rest des Beitrags lesen »





Demokratie 2.0: Visionen einer offenen Regierung

5 05 2012

SENDUNG: Matrix, Sonntag, 6. Mai 2012, 22:30 Uhr, Ö1

Soziale Medien beeinflussen das Verhalten der Menschen. Sie tun im Netz ihre Meinung kund, vernetzen sich und teilen Informationen mit allen anderen. Das verändert unsere Gesellschaft. Doch verändert es auch die Politik? Kann das Internet gar zu einer neuen Form der Demokratisierung führen? Wie bringt man Bürger dazu, sich aktiver zu beteiligen? Welche Daten soll eine Regierung zur Verfügung stellen, und in welcher Form? Und verhindern Transparenzinitiativen tatsächlich Korruption? Mit Fragen dieser Art beschäftigte sich Ende dieser Woche die CeDem, eine internationale Konferenz für e-Democracy und Open Government an der  Donau-Universität Krems. Experten aus aller Welt diskutierten über aktuelle und künftige Entwicklungen im Bereich elektronischer Demokratie und Open Government. Eine davon war die deutsche Open Government-Expertin Anke Domscheit-Berg.

Who opens Governments?

Politischer Aktivismus im Netz, Online-Beteiligung von Bürgern und Open Government: das waren die Schwerpunkte der heurigen CeDem-Konferenz in Krems. Die Türen des stillen Kämmerleins, also jenem Ort, wo derzeit Politik gemacht wird, die sollen geöffnet werden – Darin waren sich alle Referenten einig. Nur: Wer wird das tun? Schließen die Politiker von innen auf? Oder rennt die Zivilgesellschaft sie von außen ein? Mit dieser Frage beschäftigte sich die deutsche Open Government-Expertin Anke Domscheit-Berg, eine der Hauptrednerinnen der CeDem. Den Rest des Beitrags lesen »





Occupy Acker: Die Landbesetzer von Jedlersdorf

25 04 2012

SENDUNG: Moment – Leben heute, Montag, 30. April 2012,
14:40 Uhr, Ö1

Sie sind gekommen, um zu gärtnern: Am 17. April, dem Internationalen Tag des kleinbäuerlichen Widerstands besetzen rund 100 Aktivisten und Aktivistinnen ein Grundstück in Jedlersdorf, im 21. Wiener Gemeindebezirk. Das Gerücht ging um: Die BOKU wolle das von ihr gepachtete Grundstück an den eigentlichen Besitzer, die Bundesimmobilien Gesellschaft (BIG) zurückgeben. Und die BIG wiederum wolle das Ganze in Baugrund umwandeln, hieß es. Das wollten die Besetzer unbedingt verhindern. Wenn es nach ihnen geht, soll das Land nicht mit Wohnungen bebaut werden, sondern mit Biogemüse. Sie möchten auf dem Areal ein Projekt der Solidarischen Landwirtschaft (SoliLa) aufziehen. Doch die BOKU ist weniger begeistert. Sie lässt das Grundstück am Donnerstag, 26. April gewaltsam räumen. Private Securities zerstören Gerätschaften und Pflanzen.

Traktor überfährt Großstadgemüse

Wut und Tränen am vergangenen Donnerstag. Ausgesperrte Aktivistinnen müssen zusehen, wie ihre geliebten Pflanzen vom Traktor niedergewalzt werden. Doch geräumt wird nicht nur die eigentliche Landbesetzung. Auch die Felder und Hütten des Vereins Großstadtgemüse fallen der Zerstörungswut der Security-Mitarbeiter zum Opfer. Dabei war das Projekt Großstadtgemüse ursprünglich von der Boku selbst zu Forschungszwecken gestartet worden. Seit Jahren bauen hier Studenten und Anrainer Biogemüse an. Sie wussten nichts von der Räumung. „Mit Motorsägen haben sie angefangen eine Holzhütte zu zersägen“, erzählt ein Landbesetzer, „da haben wir versucht, die Pflanzen vom Großstadtgemüse zu beschützen.“

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