SENDUNG: Journal Panorama, Donnerstag, 31. Jänner 2013, 18:25 Uhr, Ö1
Vor zwei Jahren begann die Bevölkerung in mehreren Ländern der arabischen Welt zu rebellieren. Die Menschen protestierten gegen soziale Ungleichheit und forderten Demokratie. In Tunesien und Ägypten wurden schließlich die langjährigen Diktatoren gestürzt. Die ersten demokratischen Wahlen nach der Revolution gewannen in beiden Ländern islamistische Parteien. Doch heute, zwei Jahre später, ist von der anfänglichen Euphorie wenig übrig: In Ägypten gehen erneut die Massen auf die Straßen. Der ägyptische Präsident Mohammed Mursi hat in mehreren Städten den Ausnahmezustand verhängt und das Militär mit Sonderbefugnissen ausgestattet. Zahlreiche Menschen sind bereits getötet worden. Auch in Tunesien wurden die Feierlichkeiten zum 2. Jahrestag der Revolution von gewaltsamen Protesten überschattet. Was ist falsch gelaufen? Befinden sich diese Länder tatsächlich auf dem Weg Richtung Demokratie? Dieser Frage ging Ende Jänner eine Konferenz der Studenteninitiative der Diplomatischen Akademie in Wien nach.








