Interkulturelle Beziehungskiste (4) – Die Frau aus dem Katalog?

7 03 2012

SENDUNG: Radiokolleg “Interkulturelle Beziehungskisten. Liebe in Zeiten der Globalisierung” (Teil 4),
Donnerstag, 8. März 2012, 9:30 Uhr, Ö1

Immer mehr Männer in Mittel- und Westeuropa tun sich schwer, eine Frau zu finden. Die Emanzipation macht ihnen schwer zu schaffen. Viel zu anspruchsvoll seien die Westlerinnen heutzutage und nicht mehr willens, ihre häuslichen Pflichten wahrzunehmen. In Osteuropa wiederum ist das angeblich ganz anders. Dort sollen Frauen noch richtige Frauen sein. Doch, auch die tun sich oft schwer, einen passenden Partner zu finden. Einen, der nicht trinkt und der genug Geld verdient, um eine Familie ernähren zu können. Zahlreiche Internetsinglebörsen und Partnervermittlungsagenturen haben sich mittlerweile darauf spezialisiert, Männer aus dem Westen mit Frauen aus dem Osten zusammen zu bringen. Doch die Erwartungen werden nicht immer erfüllt.

Text kommt demnächst…

DL





Interkulturelle Beziehungskiste (3) Beziehungskiller Fremdenrecht

6 03 2012

SENDUNG: Radiokolleg “Interkulturelle Beziehungskisten. Liebe in Zeiten der Globalisierung” (Teil 3),
Mittwoch, 7. März, 2012, 9:30 Uhr, Ö1

Wir migrieren möchten, sollte Geld haben. Wer seine ausländische Liebe nach Österreich holen möchte, sollte Geld haben. In der globalisierten Welt sollen sich Kapital und Waren möglichst frei bewegen können. Nicht aber Menschen. Der Fremde ist eine Bedrohung – zumindest solange er kein Geld hat. Und den gilt es abzuwehren. Aus Angst vor Scheinehen zur Erschleichung eines Aufenthaltstitel zerstört der Nationalstaat immer wieder das Liebesglück mancher seiner Bürger und Bürgerinnen.

Foto (c) Thomas Scholz, pixelio

Text kommt demnächst…

DL





Interkulturelle Beziehungskiste (2) – Lost in translation?

5 03 2012

SENDUNG: Radiokolleg “Interkulturelle Beziehungskisten. Liebe in Zeiten der Globalisierung”  (Teil 2)
Dienstag, 6. März 2012, 9:30 Uhr, Ö1

Kommunikationsprobleme sind schon in monokulturellen Beziehung die häufigste Konfliktursache. Wie ist das erst, wenn zwei Partner unterschiedliche Muttersprachen haben? Und was, wenn da noch ein völlig anderes Zeitverständnis, unterschiedliche Familienkonzepte und unterschiedliche Geschlechterrollen dazukommen? Reibungspunkte gibt es zahlreiche in interkulturellen Beziehungen. Doch vermutlich macht sie gerade das so spannend.

Unmännliche Hausarbeit

Brütende Hitze. Eine Europäerin schleppt sich den Berg hinauf zum tunesischen Touristenort Sidi Bou Said. Endlich Schatten. Sie setzt sich vor einem Lokal hin, um zu verschnaufen und überlegt, wie sie es wohl anstellen sollte, im Lokal nicht wieder den dreifachen Preis zu bezahlen. Ein junger Mann bietet ihr Wasser an. „Kostet das etwas?“, fragt sie. Den Rest des Beitrags lesen »





Interkulturelle Beziehungskiste (1) – Flirten zwischen den Kulturen

4 03 2012

SENDUNG: Radiokolleg “Interkulturelle Beziehungskisten. Liebe in Zeiten der Globalisierung” (Teil 1),
Montag, 5. März 2012, 9:30 Uhr, Ö1

Die Sprache der Liebe soll ja angeblich international sein. Liebe brauche keine Worte, heißt es, und ein tiefer Blick sage sowieso mehr aus tausend Worte. Alles Unsinn, sagen Kulturwissenschafter. Denn wie man sich korrekt dem anderen Geschlecht nähert, das kann in verschiedenen Ländern vollkommen anders aussehen. Und den tiefen Blick in die Augen, den sollte man in manchen Kulturkreisen überhaupt lieber unterlassen.

Sich unauffällig anpirschen

Ein Abendessen bei Freunden und eine ausgedehnte Nacht in den Clubs von Shanghai haben die Chinesin Fei und den Österreicher Georg zusammen gebracht. Sie ist ihm sofort aufgefallen, erzählt er, weil sie so eine temperamentvolle Art hat. Was er getan hat, um sie zu erobern, will ich wissen. „Na ja, das ganz normale Programm halt”, sagt Georg, “ich hab mich unauffällig angepirscht und versucht, mit ihr ins Gespräch zu kommen.“ Fei erinnert sich daran, denn ihr fiel auf, egal wo sie an diesem Abend hingingen, der Typ war immer neben ihr. Er ging ganz zufällig neben ihr und saß in den Lokalen ganz zufällig neben ihr. Das war vor acht Jahren. Mittlerweile sind die beiden verheiratet, haben zwei Töchter und leben in Graz. Den Rest des Beitrags lesen »





Clowns (3) Innere Clowns und Clowninnen

13 07 2011

SENDUNG: Radiokolleg “Clowngeschichten. Vom Hofnarren zur rebellischen Clown Army” (3), Mittwoch, 13. Juli 2011, 9:30 Uhr und 22:40 Uhr (WH), Ö1

Wer Clown werden will, der muss sich zunächst einmal auf die Suche nach seinem inneren Clown machen. Denn laut Clown-Theorie trägt den jeder Mensch in sich – manchmal eben ein wenig tiefer versteckt. Der innere Clown ist jener Teil der Persönlichkeit, der mit kindlich naiver Freude Dinge erkundet und Dinge tut, ohne die geringste Sorge, sich damit lächerlich zu machen. Im Zuge des Erwachsenwerdens geht diese Unbeschwertheit meist verloren. Clown-Trainerin Eva Müllner und Clown Galli haben ihre eigenen Methoden, aus Menschen ihre jeweilige Clown-Persönlichkeit herauszukitzeln.

Clown-Workshop für politische AktivistInnen

Anfang Juni hatten das globalisierungskritische Netzwerk ATTAC, die Umweltschutzorganisation Greenpeace und die entwicklungspolitische NGO Südwind in das niederösterreichische Eggenburg geladen: Zur Aktionsakademie für politische Aktivisten und solche, die es noch werden wollen. Am Programm standen drei Tage lang Workshops zu Themen wie: Fundraising, gewaltfreier ziviler Ungehorsam, Argumentationstraining gegen Stammtischparolen. Und auch: ein Clownworkshop. Den Rest des Beitrags lesen »





Clowns (2) Vom Lachen, Scheitern und Heilen

12 07 2011

SENDUNG: Radiokolleg “Clowngeschichten. Vom Hofnarren zur rebellischen Clown Army” (2), Dienstag, 12. Juli 2011, 9:30 und 22:40 (WH), Ö1

Durch die Zirkusmanege zu stolpern und Menschen zum Lachen bringen – das war im Laufe der Geschichte nur eine von vielen Aufgaben clownesker Figuren. Denn mehr als alles andere verkörpern Clowns die Kunst des Scheiterns. Sie machen Autoritäten lächerlich und konfrontieren ihr Publikum mit der Angst vor der eigenen Lächerlichkeit. Darüber hinaus können Clowns auch therapeutische Wirkung haben. Gruppen wie die Roten Nasen Clowndoctors und die Cliniclowns erleichtern Patienten den Spitalsaufenthalt, und der deutsche Clown Johannes Galli entwickelte sogar eine eigene Methode, wie spontanes Spiel als Grundlage für Konfliktbewältigung und persönliches Wachstum eingesetzt werden kann. 

Vom Postamt in die Manege

Der Zirkus Louis Knie Junior im Wiener Prater: Neben dem dressierten Terrier Jacky, der wilden Reiterin Ilona und dem Jongleur Antonio ist Clown Francesco ein Liebling des Publikums. Seine blitzblaue Dienstboten-Uniform ist drei Nummern zu groß, besonderes Markenzeichen: die wasserstoffblonde Stachelfrisur. Seine Spezialität: Zaubertricks mit weißen Kaninchen. Eigentlich sei er immer lustig, erklärt mir Francesco gleich zu Beginn des Gesprächs. Den Rest des Beitrags lesen »





Clowns (1) Hofnarren und Hanswürste

7 07 2011

SENDUNG: Radiokolleg, “Clowngeschichten. Vom Hofnarren zur rebellischen Clown Army”, Montag, 11. Juli 2011, 9:30 und 22:40 (WH) Uhr, Ö1

Komische, clowneske Figuren tauchen in verschiedenen Kulturkreisen und in verschiedenen Epochen auf. Im Europa des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit trifft man sie in Gestalt von Gauklern und herumziehenden Schauspieltruppen, sowie auf Fürstenhöfen. Viele Herrscher hielten sich sogenannte Hofnarren. Sie dienten der Repräsentation des Fürsten, waren quasi so etwas wie „Luxusgüter“ für ihn. Ihre Aufgabe war es, die Hofgesellschaft zu unterhalten und deren derbe Späße über sich ergehen zu lassen. Viele zeitgenössische Clowns sehen sich selbst in der Tradition des Hofnarren. Denn angeblich war der Narr der einzige, der ungestraft Kritik an der Politik des Herrschers üben durfte.

Beschränkte Narrenfreiheit

Schon vielmal hab ichs mir vorgenommen gehabt, und habe beym heiligen Antoni darzu geschworen, ich will mein Maul halten, aber es will halter nicht zu bleiben. Ich habe mit der Faust mich druf geschlagen, doch nit daß mirs weh that, und hab gesagt: Du verwünschte Fozn, willst schweigen, willst noch nit schweigen? Na! Schaffts. Nun, was soll ich halt machen? Mein Maul will die Wahrheit reden, und man wills nit leiden.
(aus: Politischer Kehraus, Dresden 1871)

Diese Worte legt ein unbekannter Autor im 18. Jahrhundert in Dresden dem Hofnarren Joseph Fröhlich in den Mund: Er kann nicht anders, als die Wahrheit sagen, der Narr. Den Rest des Beitrags lesen »





Hip Hop (4) Wien: Geschichten vom prekären Leben

9 06 2011

SENDUNG: Radiokolleg “Hip Hop und Empowerment. Sprechgesang, Spraydosen und Sozialrebellen (4)”, Donnerstag, 9. Juni 2011, 9:45 Uhr, Ö1

„Für mich war die Kombination aus Beats und vielen vielen Wörtern, die man da dazwischenknallen kann von Anfang an sehr verführerisch“, sagt die österreichische Hip Hopperin Mieze Medusa. Und auch Sozialarbeiter haben längst die Macht des Sprechgesangs entdeckt: in Brasilien, im Westjordanland und ebenso in Wien Favoriten. Im Vereinslokal von Back on stage 10, der mobilen Jugendarbeit im zehnten Wiener Gemeindebezirk haben jugendliche Rapper und Rapperinnen die Möglichkeit, ihre selbst geschriebenen Lieder aufzunehmen.


Mikrophon statt Drogen?

„Musik ist das, wo man Jugendliche dort abholt, wo sie stehen. In ihren Lebensbedingungen, in ihrem Umfeld“, erklärt Streetworker Andi Glaser, „das heißt, bevor sie in irgendwelchen düsteren Wohnungen abtauchen, wo sie mit irgendwelchen Substanzen in Kontakt kommen, können sie bei mir relativ unkompliziert Aufnahmezeit haben.“ Reccorner nennt sich das Projekt. Den Rest des Beitrags lesen »





Hip Hop (3) Palästina: Worte schleudern statt Steine

8 06 2011

SENDUNG: Radiokolleg “Hip Hop und Empowerment. Sprechgesang, Spraydosen und Sozialrebellen” (Teil 3), Mittwoch, 8. Juni 2011, 9:45 Uhr, Ö1

„Hip Hop ist der Stein in meiner Hand“ – Sprechgesang als Steinschleuder, das ist eine Metapher, die man immer wieder im Zusammenhang mit palästinensischem Hip Hop zu hören bekommt. Relativ spät, nämlich so gegen Ende der 1990er hat sich die Hip Hop-Kultur auch unter palästinensischen Jugendlichen verbreitet. Und der palästinensische Rap ist bis heute sehr politisch. Hauptthema: die israelische Besatzung.

Hip Hop als Steinschleuder

Ein brütendheißer Sommertag in Ostjerusalem – jenem Teil der Stadt, der mehrheitlich von Arabern bewohnt wird und um den bei Nahost-Verhandlungen heftigst gestritten wird. Die Palästinenser würden diesen Teil gerne zur Hauptstadt eines künftigen Palästinenserstaates machen, Israel will die Stadt nicht teilen. Nach einer kleinen Odyssee in einem klapprigen Autobus und leichten Verständigungsproblemen mit dem arabischen Fahrer, finden wir endlich das Lokal, wo wir verabredet sind. Die drei Rapper von DAM sitzen im Gastgarten des Lokals und rauchen eine traditionelle Wasserpfeife (Shisha). Den Rest des Beitrags lesen »





Hip Hop (2) Brasilien: Frauenrechte, Black Power und Antikapitalismus

7 06 2011

SENDUNG: Radiokolleg “Hip Hop und Empowerment. Sprechgesang, Spraydosen und Sozialrebellen” (Teil 2), Dienstag, 7. Juni 2011, 9:45 Uhr, Ö1

„Hip Hop ist nicht das, was uns die USA verkaufen wollen: ein Musikstil. Hip Hop ist eine Bewegung, eine Form des Kampfes. Rap und DJeing ist unsere Musik, Graffiti unsere bildende Kunst und Breakdance der körperliche Ausdruck. Und dann gibt es noch ein fünftes Element: die soziale Ebene.“ (Duendy Primeiro)


Rap über Gesundheit und Sexualität

„Es ist einfach, mich zu verurteilen, mit dem Finger auf mich zu zeigen. Doch, nur ich kenne den Schmerz in mir. Meine Schuld, meine Todsünde. Horrorszenen in Echtzeit, dort im Krankenhaus. Die Ärzte, die Schwestern, alle verachteten mich. Doch ich wollte nur, dass die Zeit vergeht, mich niemand bestraft und niemand mehr Kommentar abgibt“

… rappt die junge Hip Hopperin Rúbia aus Rio de Janeiro. Tatsächlich seien die heimlichen und schlecht gemachten Abtreibungen in Brasilien die vierthöchste Todesursache bei Schwangeren, sagt Denise Viola von der brasilianischen Frauenorganisation CEMINA: „Jedes Jahr landan an die 250.000 Frauen im Krankenhaus, weil bei einer illegalen Abtreibung etwas schief gegangen ist. Doch viele hier in Brasilien wollen dieses Thema unter den Tisch kehren. Der Einfluss der Kirchen ist ja sehr stark. Und die üben Druck auf die Politik aus. Das heißt, eine Sache, wo es eigentlich um Menschenrechte und öffentliche Gesundheit geht, wird hier fast nur auf religiöser Ebene diskutiert.“ Den Rest des Beitrags lesen »








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