SENDUNG: Europa-Journal, Freitag, 23. März 2012, 18:20 Uhr, Ö1
Erst diese Woche haben sich in Brüssel die europäischen Landwirtschaftsminister getroffen. Bis Ende 2013 soll ja eine Reform der gemeinsamen EU-Agrarpolitik beschlossen werden. Diskutiert wurde diesmal über eine Neuregelung der Agrarförderungen, sowie über einen Abbau der Bürokratie. Doch in der europäischen Zivilgesellschaft regt sich Widerstand gegen die Pläne der EU. In Österreich haben sich jetzt Bauernorganisationen mit NGOs aus den Bereichen Umwelt und Entwicklungspolitik zusammengetan. „Wir haben es satt“ nennt sich diese Plattform.

Im verschlossenen Kämmerlein
Normalerweise haben Milch- und Kleinbauernverbände eher wenig zu tun mit Organisationen wie dem globalisierungskritischen Netzwerk ATTAC, der Umweltorganisation Greenpeace und der Menschenrechts-NGO FIAN. Doch in diesem Fall vereint sie ein gemeinsamer Gegner. Besser gesagt zwei: nämlich EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos und der österreichische Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich: „Unsere Motivation, hier mitzuarbeiten ist die, dass wir es satt haben, dass die Agrarpolitik, die uns alle betrifft, im verschlossenen Kämmerlein gemacht wird“, sagt Erna Feldhofer von der IG Milch, der Interessensgemeinschaft für Rind- und Grünlandbauern. Die österreichischen Kleinbauern und –bäuerinnen fühlen sich vom Landwirtschaftsminister übergangen: „Bis jetzt hat Berlakovich jeden Gesprächstermin mit uns abgelehnt“, beschwert sich Feldhofer. Den Rest des Beitrags lesen »
