SENDUNG: Digital.leben, Donnerstag, 24. Juni 2010, 16:55 Uhr, Ö1
Stellen Sie sich vor, Sie könnten im Internet nachschauen, wie die österreichische Bundesregierung das Steuergeld ausgegeben hat, das in die Bekämpfung der Wirtschaftskrise gesteckt wurde – und online bewerten, ob das Geld in ihrer Region auch angekommen ist. Stellen Sie sich vor, Sie könnten übers Internet mitbestimmen, wie das Budget Ihrer Gemeinde aufgeteilt wird. Klingt utopisch? Vielleicht in Österreich.
In andere Ländern – etwa in den USA oder in Deutschland – sind solche Projekte bereits Realität. Die Beratungsfirma Neu & Kühn hat 30 ePartizipationsprojekte aus verschiedenen Ländern analysiert und die Ergebnisse in Form einer Studie präsentiert. Ulla Ebner hat die beiden Autoren – Kirsten Neubauer und Peter Kühnberger – getroffen und nachgefragt, was denn ein erfolgreiches ePartizipationsprojekt ausmacht.

E-Dialog statt Wahlpropaganda
Man braucht ein Thema, das die Menschen bewegt und einen überschaubaren Zeitrahmen für die Online-Diskussion, erklärt Studienautorin Kirsten Neubauer. Aber das wichtigste Erfolgsrezept für ePartizipationsprojekte lautet: das Ergebnis muss offen sein. Man muss den Leuten von Anfang an kommunizieren, was mit ihren Vorschlägen passiert. „Wenn ich meine Versprechen dann nicht einhalte, werden die Bürger kein zweites Mal mit mir kommunizieren“, so Neubauer. Den Rest des Beitrags lesen »